Bonifatiusschule | Turnhallen im Baukastensystem | D'Inka +  Scheible Architekten Europaviertel | 3D-Ansicht des GWH-Baufeldes Europaviertel | Bildnachweis: GWH Städel | Das Urteil der Jury zum Erweiterungskonzept: "Ein leuchtendes Juwel am Tag, ein Lichtteppich in der Nacht - etwas ganz Besonderes ist gelungen!" | Bildnachweis: Städel Die Goldene Waage Frankfurt | Foto: Stadtarchiv Gateway-Ausblick | Gateway Gardens / Quartier Alpha mit Skyline-Blick | Bildnachweis: bcc

Wohnraum schaffen

Liebe Leserinnen und Leser,

Frankfurt am Main wächst! Allein im vergangenen Jahr stieg die Einwohnerzahl um 15 000, derzeit legt die Mainmetropole um rund 300 Bewohner pro Woche zu. Das Frankfurter Amt für Wahlen und Statistik geht aktuell von 724 000 Einwohnern aus. Damit ist die Prognose, die erst für das Jahr 2020 eine Zahl von 725 000 Bewohnern erwartetet, schon heute überholt. Unlängst hat das Institut der deutschen Wirtschaft eine Studie veröffentlicht, die bis 2030 einen Anstieg auf 850 000 Mitbürgerinnen und Mitbürger vorhersagt. Noch distanzieren sich die Stadtverantwortlichen von solchen Zahlen, doch wie lange noch?

Ein solches Bevölkerungswachstum zeugt zunächst einmal von der hohen Attraktivität der Stadt. Aber es stellt sie auch vor Herausforderungen. Denn die Main-Metropole stößt an ihre Grenzen. Eine solche Menge an Menschen möchte wohnen, möchte einkaufen, Auto fahren, Rad fahren, öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Das erfordert erhebliche Investitionen in mehr Wohnraum und eine ausgebaute Infrastruktur. Gute Beispiele aus der Vergangenheit sind der Riedberg und das Europaviertel. Nicht zuletzt durch solche städtebaulichen Initiativen schneidet Frankfurt im Vergleich der Ballungszentren immer noch gut ab. Mit 25 neu geschaffenen Wohnungen je 1 000 Einwohner liegt die Mainmetropole weit vor anderen Großstädten wie München, Berlin oder Hamburg.

Nichtsdestotrotz übersteigt die Nachfrage das Angebot. Das führt zum einen zu immer weiter steigenden Mieten und Preisen für Eigentumswohnungen. Und zum anderen zu interessanten Ausweichmanövern bei der Suche nach entsprechendem Raum zur Bebauung. Diese Ausgabe von planen + bauen hat sich die verstärkte Zusammenarbeit und damit auch das verstärkte Zusammenwachsen von Frankfurt und Offenbach genauer angeschaut. Offenbacher Hafen, Kaiserlei und vor allem das Senefelder Quartier – an den Stadtgrenzen Frankfurts entsteht neuer Wohnraum in Offenbach. Und die Stadt Frankfurt beteiligt sich bei der Planung und der Finanzierung. Ein weiteres gutes Beispiel für Quartierentwicklung ist die Bürostadt Niederrad, der wir in dieser Ausgabe die Rubrik "Im Fokus" gewidmet haben. Im Heft finden sich noch viele weitere Beispiele für die Entstehung neuen Wohnraums, zum Beispiel auf dem Gelände der ehemaligen Hauptpost, im Westend und im Norden oder im MainTor-Areal. Erfahren Sie zudem Wissenwertes über zwei Frankfurter Institutionen: den Ausbau der 100-jährigen Universitätskliniken und dem Terminal 3 am Frankfurter Flughafen. Redaktion und Verlag wünschen Ihnen wieder viel Freude bei der Lektüre.

Philipp Otto,
Verleger