Bonifatiusschule | Turnhallen im Baukastensystem | D'Inka +  Scheible Architekten Europaviertel | 3D-Ansicht des GWH-Baufeldes Europaviertel | Bildnachweis: GWH Städel | Das Urteil der Jury zum Erweiterungskonzept: "Ein leuchtendes Juwel am Tag, ein Lichtteppich in der Nacht - etwas ganz Besonderes ist gelungen!" | Bildnachweis: Städel Die Goldene Waage Frankfurt | Foto: Stadtarchiv Gateway-Ausblick | Gateway Gardens / Quartier Alpha mit Skyline-Blick | Bildnachweis: bcc

Zu teuer?!

Liebe Leserinnen und Leser,

macht Sparen noch Sinn? Diese Fragen stellen sich angesichts von Mini-Zinsen immer mehr Bürger und Bürgerinnen. Und investieren ihr Erspartes mehr und mehr in Immobilien. Die Folgen sind sicht- und spürbar. Mussten für eine 60 Quadratmeter große Wohnung in Frankfurt im Jahr 2011 noch 11,13 Euro pro Quadratmeter an den Vermieter gezahlt werden, sind es laut aktuellem Mietspiegel nun schon 13,34 Euro pro Quadratmeter.

Frankfurt baut, sagen die Stadtverantwortlichen um den grünen Planungsdezernenten Olaf Cunitz, Frankfurt baut nicht genug, die Besorgten. Bis zum Jahr 2030 müssen im Ballungsraum Frankfurt-Rhein-Main rund 184 000 zusätzliche Wohnungen gebaut werden. Allein im Frankfurter Stadtgebiet fehlen Hochrechnungen zufolge mindestens 73 000 Wohnungen. Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann nannte die Zahlen einen "alarmierenden Weckruf, der von der Politik gehört werden muss".

Neues Bauland auszuweisen alleine langt da nicht. Vielmehr muss Bauen attraktiver gemacht werden. Das geht zum einen über mehr Förderung, zum anderen müssen die sich stetig verteuernden Baukosten wieder gesenkt werden. Sonst schlagen die hohen Aufwendungen weiterhin auf Mieten und Preise durch. Nur ein Beispiel: Die Stadt Frankfurt hat im vergangenen Jahr so viel Gewerbesteuer von den Unternehmen kassiert wie nie zuvor: 1,765 Milliarden Euro brutto. Die Gewerbesteuer ist damit wichtigste Einnahmequelle für die Main-Metropole. Doch schon wird über eine Erhöhung des Hebesatzes der Gewerbesteuer um 30 auf 490 Punkte diskutiert, ein falsches Signal an Investoren und Unternehmen.

Dabei ist es für unsere Stadt wichtig, sowohl für Unternehmen, die Arbeitsplätze bieten, als auch für die Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen attraktiv zu bleiben. In dieser Ausgabe von Ihrer Zeitschrift planen + bauen berichten wir beispielsweise über den Uhrenhersteller Sinn, ein echtes Frankfurter Traditionsunternehmen, der seinen Firmensitz nicht etwa nach draußen verlegt, sondern nach Sossenheim zieht. Oder über die Lufthansa Technik AG, die eine neue Räder- und Bremsenwerkstatt am Osthafen errichtet. Die Entwicklung des Opernplatzes hin zu einem Opernquartier, der Umbau des Kaiserlei-Kreisels und die Investitionen der Kliniken in bessere medizinische Versorgung sind weitere Beispiele für die wachsende Attraktivität dieser Stadt.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der
Lektüre von Planen + Bauen, Ihr

Philipp Otto, Verleger