Aus dem Vorwort der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift planen + bauen in frankfurt am main
Aktuelles aus den Stadtquartieren:
Liebe Leserinnen und Leser,
sicherlich werden Sie bemerken, dass wir in der vorliegenden Ausgabe von planen+bauen Themen behandeln, über die wir in der Vergangenheit schon berichtet haben. Das liegt zunächst an der Tatsache, dass Planung ihre Zeit braucht – und es nicht ungewöhnlich ist, dass Projekte mehrere Jahre beanspruchen. Zugleich möchten wir Sie immer auf dem Laufenden halten und kontinuierlich über interessante Vorhaben informieren. Gegebenenfalls auch mehrfach.
Daher ist es nicht verwunderlich, dass wir wieder einen Schwerpunkt auf den Stadtteil Höchst legen – das Planungsdezernat unterstützt die Stabilisierung und Aufwertung schon seit Jahren, nicht zuletzt durch ein Förderprogramm mit einem Gesamtvolumen von 21 Millionen Euro. In unserer Rubrik "Im Fokus" stellen wir daher gleich mehrere Höchster Projekte vor: den Planungsstand für das Städtische Klinikum Höchst, den Rahmenplan für die Integrierte Gesamtschule (IGS) West und die denkmalgerechte Restaurierung der Bolongarostraße 150.
Doch auch aus den Stadt teilen im Frankfurter Osten gibt es viel zu berichten: die Förderung der lokalen Ökonomie in Fechenheim, das Entwicklungskonzept für Fechenheim–Nord und Seckbach oder die vorbereitenden Untersuchungen für eine mögliche Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme zwischen Bornheim und Seckbach – Stichwort: Einhausung der A 661. Nicht vergessen wollen wir auch das Ostend mit dem im Bau befindlichen Dock 2.0 und dem geplanten Neubau der Dahlmannschule. Oder die beinahe abgeschlossenen Arbeiten am Oberräder Buchrainplatz, die im Rahmen unseres Programms " Schöneres Frankfurt" erfolgen. Gerade das Programm " Schöneres Frankfurt" liegt mir persönlich sehr am Herzen. Im Lauf von über 12 Jahren konnten wir damit viele Straßen und Plätzen im gesamten Stadtgebiet aufwerten. Die ursprüngliche Zielrichtung gilt noch immer: Öffentliche Räume sollen in ihrem Erscheinungsbild verbessert und ihre Aufenthaltsqualität erhöht werden.
Dazu müssen zunächst adäquate Nutzungen und Funktionen für diese Räume definiert und dann auch verwirklicht werden. Sämtliche Veränderungsprozesse erfolgen unter weitgehender Beteiligung der Anwohner und Nutzer. Ohnehin werden heute die Bürger viel intensiver, viel früher und viel effizienter in unsere Planungen einbezogen als noch vor wenigen Jahren. Wo immer sinnvoll und möglich wollen wir die Bürgerschaft einladen, aktiv mitzuwirken, etwa bei Planungswerkstätten. Das haben wir beispielsweise auch bei der Neubebauung des Dom–Römer–Areals getan. Den Planungsstand zum "Stadthaus am Markt", einem Kernstück der neuen Altstadt, referieren wir Ihnen auf der gegenüberliegenden Seite.
In meiner Amtszeit als Planungsdezernent seit dem Jahr 2000 konnten wir eine Vielzahl wichtiger Bauvorhaben anstoßen und umsetzen. Das Spektrum reicht von Projekten mit sehr begrenztem Umfang bis hin zur Entwicklung ganzer Stadtviertel, wie Riedberg, Rebstockpark, Europaviertel oder Gateway Gardens – auch die neuesten Entwicklungen in diesen Quartieren machen wir zum Thema. Verschweigen wollen wir auch nicht, dass Bauen immer mit Lärm zu tun hat. Wie man dem entgegenwirken kann, zeigt sowohl das Interview mit dem Leiter unserer Bauaufsicht als auch die Darstellung des Projekts "MainTor". Ich wünsche Ihnen eine erkenntnis– und abwechslungsreiche Lektüre!
Edwin Schwarz
Dezernent für Planen, Bauen, Wohnen und Grundbesitz der Stadt Frankfurt am Main
